Die Anglerdemo 3.0 fand am 14.07.2017 statt.


Endgültige Information für teilnehmende Kleinboote:

Bitte beachtet, dass es bis zum 14.Juli 2017 unter Umständen in Absprache mit den zuständigen Sicherheitsbehörden noch geringfügige Änderungen geben kann. Diese werden wir ggf. per Mail und hier über Facebook kommunizieren!

Offizieller Beginn unserer Bootsdemo ist am 14. Juli 2017 um 16:15 Uhr am Sammelpunkt bei 54°23.14’N, 11°00.00’E. Von dort werden wir parallel zur Küste Richtung Westen fahren.

Bild "Start:Skizze_Demo_NEU.JPG"


Den Kapitänen der Kleinboote empfehlen wir im Konvoi zum Sammelpunkt zu fahren. Die Anfahrt zum Sammelpunkt erfolgt eigenverantwortlich. Info: einige Kleinboote fahren um 15.30 Uhr gemeinsam von der Fehmarnsundbrücke zum Sammelpunkt der Demo. Ebenso werden einige Kleinboote nach Ende der Demo noch gemeinsam mit den Kuttern in den Kommunalhafen von Heiligenhafen einlaufen!
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird im Rahmen Ihrer Wahlkampftour am 14. Juli 2017 gegen 16:30 Uhr auf den Seebrückenvorplatz in Heiligenhafen auftreten. Wir möchten um 16.30 Uhr ein symbolisches Zeichen für den Angeltourismus mit den Signalhörnern der an der Demo teilnehmenden Schiffe setzen. Das Signal hierzu gibt das Führungsfahrzeug "die MS Südwind".

Achtung:

• Rund 200m rund um die Seebrücke ist eine absolute Sperrzone eingerichtet.
• Ab Windstärke 6 Bft oder schlechten Sichtverhältnissen, z.B. durch Nebel, sagen wir die Versammlung für die Kleinboote ab. Es gilt der Seewetterbericht des DWD.
• Wir halten uns witterungsbedingte Änderungen des Ablaufs vor.
Demotafeln, Forderungsbanner und ähnliches:
Für die teilnehmenden Kleinboote haben wir Flaggen mit dem Logo „love de sea“ produziert dieses sind käuflich (Schutzgebühr 5,00 €) bei Baltic Kölln in Heiligenhafen und Burgstaaken sowie bei Kalles Angelshop in Neustadt zu erwerben. Banner und Transparente dürfen nur auf den Großbooten (Angelkutter) in einer Größe von 2,00m x 0,90m mitgeführt werden.
Hinweise:
• Waffen und sonstige Gegenstände, die nach Ihrer Art her zur Verletzung von Personen oder Herbeiführung von Schäden geeignet sind, dürfen nicht mitgeführt werden (Ausnahme: vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung).
• Drohnen, sind nicht zugelassen.
Schiffsanordnung während der Bootsdemo:
• In Höhe des Aufstellungsortes haben sich alle Boote getrennt nach Großbooten (Angelkutter und Fischereifahrzeuge) und Kleinbooten jeweils in einem geschlossenen Verband aufzustellen.
• Die Angelkutter bilden eine Reihe. Dabei ist die MS Südwind (Willi Lüdtke) das erste und die MS Einigkeit (Thomas Deutsch) das letzte Fahrzeug des Konvois.
• Die Kleinboote folgen dem Verband der Großboote im geschlossenen Verband. Dabei ist ausreichend Abstand zu den umliegenden Booten einzuhalten.
• Die Geschwindigkeit für den Konvoi beträgt 5 Knoten.
• Die Kleinboote werden von Ordnerbooten begleitet.
• Den Schiffsbewegungen der Angelkutter ist zu folgen.


Verhaltensregeln:

Im Interesse der Veranstaltung bitten wir um Beachtung nachfolgender Punkte:

• Bestimmungen und Verkehrsregeln sind unbedingt zu beachten.
• Weisungen der Polizei und der Ordner sind unverzüglich Folge zu leisten.
• Die Ordner sind mit eine gelben Warnweste mit der Aufschrift „Ordner“ gekennzeichnet. Weisungen der Ordner ist unbedingt folge zu leisten.
• Ab Windstärke 6Bft oder schlechten Sichtverhältnissen, z.B. durch Nebel, sagen wir die Versammlung für die Kleinboote ab. Es gilt der Seewetterbericht des DWD.
• Auf allen teilnehmenden Schiffen und Booten sind alle Kennzeichen, Sicherheitsvorrichtungen, Scheinwerfer, Rettungssysteme, Brücken, Wege, Stege etc. vollfunktionsfähig und jederzeit ohne jede Einschränkung zugänglich zu halten.
• Es dürfen keine sichteinschränkenden Maßnahmen durchgeführt und keine entsprechenden Techniken (z.B. Pyro- und Rauchtechnik) eingesetzt werden.
• Banner und Transparente dürfen nur auf den Großbooten in einer Größe von 2,00m x 0,90 m mitgeführt werden, um so möglich Sichtbehinderungen, aber auch Gefahren durch Abriss, bei stärkerem Wind zu verhindern.
• An der Demo teilnehmende Boote sollten keinen unnötigen Krach machen,
• Es wird im geschlossenen Verband gefahren, überholen und wenden ist Verboten.
• Es gelten die allgemeinen Regeln des gesunden Menschenverstandes.
• Der Konsum von Alkohol während der DEMO ist nicht gestattet.
• Es ist ein Mindestabstand von 200m zur Seebrücke Heiligenhafen einzuhalten!


Presseinformation



Das BMUB kann das angekündigte Angelverbot immer noch nicht begründen.
Seit 1 ½ Jahren jongliert das Bundesumweltministerium (BMUB) mit den Begründungen für das angekündigte Angelverbot in den Schutzgebieten der deutschen AWZ in Nord- und Ostsee, darunter auch den Fehmarnbelt. Neuster Tiefpunkt in der Argumentationskette ist die Antwort des BMUB auf die Fragen der Bundestagsabgeordneten Ingrid Pahlmann (CDU) vom 21.06.2017.
Laut Aussage des BMUB liegt der Fokus in den Entwürfen der Schutzgebietverordnungen auf der Herstellung eines günstigen Erhaltungszustandes des Lebensraumes (hier Lebensraumtyp „Riff“) und seinen charakteristischen Arten nach Fauna-Flora-Habitatsrichtline (FFH-RL). Nach wie vor nennt das BMUB keinen wissenschaftlichen Beleg, der nachweist, dass Angeln einen negativen Einfluss hat.
Der letzte vorliegende FFH-Bericht 2013 bewertet die Gefährdung des Lebensraumtyps „Riffe“ durch das Angeln/Angelsport als gering. Die größten Beeinträchtigungen und Gefährdungen entstehen für den Lebensraumtyp durch den Sand- und Kiesabbau, die Meerwasserverschmutzung, die Fischerei, durch den Stickstoffeintrag und durch den Klimawandel. Es bestehen berechtigte Zweifel daran, dass das alleinige Verbot der Freizeitfischerei eine Verbesserung des Lebensraumtyps herbeiführt.
In Ermangelung von wissenschaftlichen Belegen wird der Dorschschutz als Begründung herangezogen. Dorsch ist nach Auffassung des BMUB eine wichtige Nahrungsgrundlage für den Schweinswal, und Angler konkurrieren mit ihm um die Beute. Auch hierfür bleibt das BMUB einen wissenschaftlichen Beweis schuldig.
Unabhängig von der fehlenden Begründung geht es dem Dorsch nicht schlecht. So hat die Wissenschaft jüngst mitgeteilt, dass der Nachwuchsjahrgang 2016 der viertstärkste seit 1994 ist. Bis 2019 wird laut ICES (Internationaler Rat für Meeresforschung) die stärkste Laicherbiomasse an Westdorsch seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht. Der Dorsch ist somit keine vom Aussterben bedrohte Art. Selbst die Bundesregierung (Drucksache 18/10712) hat klar gestellt „dass sich der Bestand trotz der hohen fischereilichen Sterblichkeit in den letzten Jahren signifikant erholt hat“. Eine Entwicklung die bereits vor der Einführung des „bag limits“ (Tagesfangbegrenzung für Angler) zum 01.01.2017 einsetzte.
Alle Maßnahmen, die aktuell zum Schutz des Dorsches beschlossen werden, dienen nur dazu, die Bestände so aufzubauen, dass die größtmögliche Entnahmemenge erzielt werden kann.
Im Rahmen der Natura-2000-Richtlinie fordert die EU nur Maßnahmen zur Erreichung oder Sicherung eines „guten „Erhaltungszustandes“ des jeweiligen Habitats/ einer Population. Darüber hinaus sind keine Maßnahmen erforderlich. Dem Fehmarnbelt bescheinigt sogar das BfN einen guten bis sehr guten Zustand. Kein anderes Land der EU benötigt zur Umsetzung der Vorgaben der Natura-2000-Richtlinie ein Angelverbot.
„Wir haben versucht herauszufinden, mit welchen Daten und wissenschaftlichen Fakten das BfN den Erhaltungszustand der Riffe beschreibt. Wir haben aber keine Schwellenwerte gefunden. So kann das kein Richter überprüfen, wenn das nur alles auf der Ebene von Expertenmeinungen behandelt wird“, so Thomas Deutsch, Verband der Bäder- und Hochseeangelschiffe e.V.
„Eigentlich sollte die Verwaltung gute Argumente haben, wenn sie die Freiheit der Bürger mit einem Verbot einschränkt. Zumindest sollten erkennbar sein, dass durch das Verbot eine messbare Verbesserung des Erhaltungszustandes des Habitats/der Population eintritt. Im Fehmarnbelt ist es leider anders. Erst wird das Angelverbot im Fehmarnbelt verkündet und danach sucht man einen erforderlichen sachlichen Grund. Das ist eine unerträgliche Behördenwillkür“, so Lars Wernicke vom Organisationsteam Anglerdemo.
Die ausführliche Gegendarstellung zur Antwort der Bundesregierung auf die Fragen der MdB Ingrid Pahlmann finden Sie unter www.wassertourismus-sh.de/angeln

Eutin, den 03. Juli 2017